In der Türkei wurde die Inbetriebnahme der Grenzpipeline Kilis–Aleppo gefeiert, die aserbaidschanisches Gas nach Syrien liefern wird.
Wie Report meldet, fand die Zeremonie im Dorf Yavuzlu in der Provinz Kilis statt. Anwesend waren der aserbaidschanische Wirtschaftsminister Mikail Dschabbarow, der türkische Energieminister Alparslan Bayraktar, der Leiter des katarischen Entwicklungsfonds Fahad Hamad Hassan Al-Sulaiti sowie der syrische Energieminister Mohammed Al-Baschir.
Nach den Reden drehten die Offiziellen symbolisch ein Ventil auf der Bühne und gaben damit offiziell den Start für die Gasexporte aus Aserbaidschan nach Syrien über die Türkei.
Laut dem jüngst unterzeichneten Abkommen zwischen SOCAR und der syrischen Regierung sind alle technischen Vorbereitungen abgeschlossen. In der ersten Phase sollen jährlich 1,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Syrien geliefert werden. Das Gas wird über Kilis zu den Kraftwerken in Aleppo und Homs transportiert und dort zur Stromerzeugung genutzt, mit einer geplanten Kapazität von 1.200–1.300 Megawatt.
Die Inbetriebnahme der neuen Energieleitung gilt als wichtiger Schritt zum Wiederaufbau der syrischen Energieinfrastruktur. Das Gas aus Aserbaidschan soll nicht nur das beschädigte Stromnetz stabilisieren, sondern auch das Ziel der Türkei unterstützen, sich als regionales Energiezentrum zu etablieren.
Am 12. Juli hatten SOCAR und die syrische Regierung bereits ein Memorandum of Understanding während des Besuchs des syrischen Präsidenten Ahmed Al-Sharaa in Aserbaidschan unterzeichnet.
