Casanova betrügt wohlhabende Frauen in Baku um 170.000 Manat

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In Baku ist der Prozess gegen einen 36-jährigen Mann abgeschlossen worden, der Frauen durch Liebesbeziehungen gezielt um große Summen betrogen hat. Hayyam, dessen Name bereits aus früheren Kriminalberichten bekannt ist, wurde wegen einer Reihe gut geplanter Betrugsfälle zu acht Jahren Haft verurteilt.

Wie Musavat.com berichtet, konnte die Polizei nachweisen, dass Hayyam nach einem ausgeklügelten Schema vorging und sich als Geschäftsmann aus einer einflussreichen Familie ausgab. Seine vier Opfer verloren insgesamt mehr als 100.000 Manat.

Bemerkenswert ist, dass Hayyam erst 2021 nach einer Haftstrafe wegen ähnlicher Delikte freikam – aber sein Vorstrafenregister hielt ihn nicht davon ab, sofort wieder mit alten Methoden weiterzumachen. Das erste Opfer war eine Frau namens Leman. Nachdem er ihr Vertrauen gewonnen hatte, verpfändete der Betrüger ihr Auto im Pfandhaus und kassierte einen Kredit von 6.000 Manat. Außerdem eignete er sich ihr Tablet im Wert von 1.700 Manat an.

Als Nächstes war Aliya an der Reihe, der Hayyam sich als wohlhabender Erbe eines Bauimperiums vorstellte. Nachdem er ihr vorgaukelte, eine Familie mit ihr gründen zu wollen, erfuhr er von ihrem Wunsch, ihren Lexus LX-570 gegen einen Porsche einzutauschen. Der Betrüger verkaufte ihren SUV für 60.000 Manat, verlangte zusätzlich 17.000 Manat für den angeblichen Autokauf – und verschwand mit dem Geld.

Die gleiche Masche wiederholte er mit einer Frau namens Leyla: Er half ihr, ihren Mercedes für 27.000 Dollar zu verkaufen – das Geld steckte er ein. Sein letztes Opfer war Ayten, Vertriebsleiterin in einer Baufirma. Unter dem Vorwand eines Immobilienkaufs baute Hayyam eine Beziehung zu ihr auf und überredete sie, ihm 20.000 Manat für eine Wohnung im staatlichen MİDA-Programm zu geben – danach tauchte er unter.

Laut Gerichtsakten präsentierte sich Hayyam stets als erfolgreicher Spross einer mächtigen Familie. Sein Vater, so behauptete er, sei hochrangiger Mitarbeiter im Notstandsministerium, seine Mutter leite ein städtisches Krankenhaus.

Nach seiner letzten Tat setzte sich der Betrüger für rund ein Jahr in die Türkei ab. Bei seiner Rückkehr nach Aserbaidschan wurde er nach mehreren Anzeigen von den Behörden festgenommen.

Bei allen Vernehmungen wies Hayyam die Vorwürfe zurück und behauptete, er habe nie die Absicht gehabt, die Frauen zu betrügen, die Anschuldigungen seien unbegründet.

Das Gericht hielt die Beweise aber für überzeugend und verurteilte den Wiederholungstäter zu acht Jahren Gefängnis.

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