Die Nutzung von Geldautomaten nimmt in Aserbaidschan weiter zu; Geräte stehen mittlerweile in öffentlichen Bereichen, Einkaufszentren und sogar an Straßenecken. Aber auch diese bequemen Geldquellen sind nicht vor Betrügereien sicher.
In mehreren europäischen Ländern wurde eine neue Betrugsmasche gemeldet, bei der die Ausgabeschächte der Geldautomaten manipuliert werden. Kriminelle bringen klebrige Materialien oder dünne Plastikfolien im Geldausgabeschlitz an, sodass die abgehobenen Banknoten darin stecken bleiben. Der Kunde denkt, die Transaktion sei fehlgeschlagen und geht – der Betrüger kommt später zurück und nimmt das feststeckende Geld an sich.
Akif Nasirli, Leiter des Zentrums für liberale Ökonomen, betont, dass Banken viel genauer auf den Standort ihrer Geldautomaten achten müssen.
“Die Geräte sollten nur an Standorten mit maximaler Überwachung stehen. Auch nachts muss die Umgebung gut ausgeleuchtet und jeder Automat rund um die Uhr per Video überwacht sein,” so Nasirli.
Ebenso wichtig sei die Aufmerksamkeit der Kunden:
“Gerade an Tagen mit vielen Auszahlungen, etwa für Gehälter und Renten, sollten die Leute besonders wachsam sein. Nicht hetzen. Schauen Sie sich den Automaten genau an und bleiben Sie konzentriert, bis Sie fertig sind. Und geben Sie Ihre PIN unter keinen Umständen an Fremde weiter, egal wie ‘hilfsbereit’ sie wirken.”
Sicherheitsexperten raten: Wer einfache Maßnahmen ergreift — Geldautomat auf ungewöhnliche Vorrichtungen prüfen, beim PIN-Eingeben das Tastenfeld abdecken und verdächtige Geräte meiden — kann das Risiko, Opfer solcher Betrügereien zu werden, deutlich senken.
