Die jüngsten Fortschritte in den Friedensverhandlungen zwischen Aserbaidschan und Armenien könnten den Weg für einen vorzeitigen Abzug der Beobachtungsmission der Europäischen Union (EUMA) aus armenischem Gebiet ebnen, so Farid Shafiyev, Vorstandsvorsitzender des Zentrums für die Analyse internationaler Beziehungen.
Shafiyev wies darauf hin, dass Artikel VII des „Abkommens über die Herstellung von Frieden und zwischenstaatlichen Beziehungen“ zwischen den beiden Ländern vorsieht, dass keine Streitkräfte dritter Staaten entlang ihrer gemeinsamen Grenze stationiert werden dürfen. Diese Regelung gilt sowohl für EU-Beobachter als auch für russische Truppen, tritt jedoch erst in Kraft, wenn das Abkommen unterzeichnet und ratifiziert ist.
„Bisher haben wir das Dokument nur paraphiert. Wahrscheinlich wird es unterzeichnet, nachdem Armenien seine Verfassung entsprechend geändert hat“, erklärte Shafiyev.
Sobald das Friedensabkommen offiziell abgeschlossen ist, wird Armenien verpflichtet sein, alle Drittkräfte aus seinem Hoheitsgebiet abzuziehen — ein Schritt, der eine bedeutende geopolitische Verschiebung in der Sicherheitslage des Südkaukasus einleiten könnte.
