David Khudatyan, armenischer Minister für territoriale Verwaltung und Infrastruktur, sagte gegenüber Reportern, das kürzlich paraphiertes Friedensabkommen mit Aserbaidschan enthalte nichts „Tragisches oder Unheilvolles“ für Jerewan, berichten armenische Medien.
„Früher gab es allerlei düstere Vorhersagen über den Vertragstext. Nach seiner Veröffentlichung wurde jedoch klar, dass für Jerewan nichts Schreckliches, Tragisches oder Unheilvolles darin steht“, so Khudatyan.
Dem Minister zufolge profitiert Armenien von der Wiedereröffnung von Verkehrswegen, zugleich bleibe seine territoriale Integrität und Souveränität gewahrt — ein Faktor, den er als entscheidend für die Entwicklung des Landes bezeichnete. Er fügte hinzu, die Umsetzung der unterzeichneten Dokumente beginne bald mit der Bildung spezieller Arbeitsgruppen.
Das Abkommen wurde am 8. August in Washington paraphiert, als die Staats- und Regierungschefs Aserbaidschans und Armeniens in Anwesenheit des US-Präsidenten eine gemeinsame sieben Punkte umfassende Erklärung unterzeichneten. Eine Bestimmung sieht den Start des Zangezur-Korridors („Trump-Route“) im Rahmen der regionalen Entblockung des Verkehrs vor. Die Außenminister beider Länder paraphierten zudem das „Abkommen über die Herstellung von Frieden und zwischenstaatlichen Beziehungen“.
