Eine neue Erhebung des Zentrums für Sozialforschung (STM) in Aserbaidschan zeigt eine überwältigende öffentliche Unterstützung für den Washingtoner Gipfel zwischen Präsident Ilham Alijew und Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan, vermittelt durch den US-Präsidenten Donald Trump. Die Ergebnisse unterstreichen Optimismus für Frieden und Vertrauen in Aserbaidschans diplomatischen Kurs.
Hohe öffentliche Bekanntheit
87,3 % der Befragten kannten das Treffen; fast zwei Drittel gaben an, „detaillierte Informationen“ zu besitzen. Nur 12,7 % hatten keinerlei Kenntnis – ein Hinweis auf die große Resonanz des Ereignisses.
Positive diplomatische Bewertung
77,2 % bezeichneten den Gipfel und die gemeinsame Erklärung als „großen diplomatischen Erfolg“. 18,5 % sprachen von einem moderaten Erfolg, 3,5 % sahen die Erwartungen verfehlt. 92,8 % bewerteten Alijews Friedensdiplomatie hoch, fast zwei Drittel sogar „sehr hoch“.
Hervorgehobene strategische Zugewinne
Als wichtigste Ergebnisse nannten die Bürger:
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Neue Wirtschafts- und Verkehrschancen (90,4 %)
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Gestärkte persönliche Beziehungen zwischen Alijew und Trump (90,1 %)
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Aussichten auf dauerhaften regionalen Frieden (89,3 %)
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Ungestörte Verbindung zwischen dem aserbaidschanischen Kernland und Nachitschewan (89,3 %)
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Ausbau der strategischen Partnerschaft mit den USA (83,9 %)
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Normalisierung der Beziehungen zu Armenien (82 %)
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Beginn einer neuen politischen Ära im Südkaukasus (78 %)
Wendepunkt für die US-Vermittlung
Fast 90 % glauben, dass US-Vermittlung den Frieden zwischen Baku und Eriwan voranbringt: 61,1 % erwarten deutliche Fortschritte, 28,2 % teilweise Verbesserungen. 4,6 % rechnen mit keiner Veränderung, 3,8 % mit negativen Folgen. Zudem sind 80,7 % der Meinung, der Einfluss der USA im Südkaukasus sei infolge des Gipfels gewachsen.
Verdienst am Erfolg
76,4 % schreiben den Erfolg vor allem Präsident Alijew zu; Donald Trump nannten 41,2 %, Premier Paschinjan lediglich 5,1 %. 85 % sehen den Washingtoner Gipfel als politische Fortsetzung des Sieges im Zweiten Karabach-Krieg.
Nationale Interessen und regionaler Ausblick
57,1 % halten die strategische Partnerschaft USA–Aserbaidschan für unter allen Umständen lebenswichtig; 32,2 % für wichtig, jedoch im Gleichgewicht mit regionalen Partnern. Nur 6,2 % sehen sie als entbehrlich. Bei der Frage nach entscheidendem Einfluss im Südkaukasus liegen Aserbaidschan (74,8 %) und die Türkei (64,6 %) vorn, gefolgt von den USA (44 %).
Methodik
Befragungszeitraum 9.–14. August 2025; 1.100 Befragte ab 18 Jahren in 12 Wirtschaftsregionen; bevölkerungsproportionale Zufallsstichprobe; Fehlertoleranz ±3 % bei 95 % Konfidenz. Computergestützte Telefoninterviews (CATI), anonym und freiwillig.
