In Aserbaidschan hat die Polizei im Dorf Muğanlı, Bezirk Şamaxı, eine Verlobungszeremonie für ein minderjähriges Mädchen gestoppt.
Laut Polizeibericht erhielten die Behörden Hinweise auf eine Feier für ein 15-jähriges Mädchen, geboren im Jahr 2010 – ein klarer Verstoß gegen die gesetzlich festgelegte Altersgrenze. Beamte der Bezirkspolizei Şamaxı griffen ein und beendeten das Ereignis vor Ort.
Beide Familien wurden zur örtlichen Polizeistation vorgeladen. Dort führten die Beamten aufklärende Gespräche und erklärten die rechtlichen Konsequenzen von arrangierten Eheschließungen mit Minderjährigen.
Der Vater des Mädchens wurde gemäß Artikel 189-1 des Verwaltungsgesetzbuchs angeklagt. Dieser Paragraph bezieht sich auf die Vereinbarung von Ehen mit Personen unter 16 Jahren. Der Vater muss nun mit einer administrativen Strafe rechnen.
Die Behörden betonten, dass solche Maßnahmen Teil fortlaufender Bemühungen seien, Minderjährige vor Frühverheiratung zu schützen — eine Praxis, die trotz strikter gesetzlicher Verbote in einigen ländlichen Regionen weiterhin Anlass zur Sorge gibt.
