Wer eine Reise nach Europa plant, sollte sich auf neue Regeln im Schengen-Raum einstellen. In den kommenden 12 bis 18 Monaten treten mehrere wichtige Änderungen in Kraft.
Biometrische Einreise (EES) ab Oktober 2025
Das neue Ein-/Ausreisesystem (EES) der EU wird Fingerabdrücke und ein Gesichtsbild von den meisten Nicht-EU-Reisenden bei der ersten Einreise erfassen. Diese erste Kontrolle wird länger dauern, spätere Grenzübertritte sollen dafür schneller ablaufen. Die Einführung beginnt schrittweise ab Oktober 2025 — planen Sie mehr Zeit an Flughäfen und Grenzübergängen ein.
ETIAS-Vorabgenehmigung auf Ende 2026 verschoben – mit höherer Gebühr
Das Europäische Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS), ähnlich dem US-amerikanischen ESTA, startet nun frühestens Ende 2026. Die Gebühr soll laut Vorschlag von 7 € auf 20 € steigen. Minderjährige und Senioren sind weiterhin ausgenommen. Das Online-Formular ist vor Reiseantritt auszufüllen, die Genehmigung erfolgt meist innerhalb weniger Minuten.
Schengen-Visum wird digital
Für visapflichtige Länder ersetzt die EU nach und nach das klassische Visum mit Sticker durch ein digitales Verfahren. Dokumente werden online hochgeladen, das Visum wird elektronisch ausgestellt. Persönliche Termine bleiben meist nur für Erstbewerber oder biometrische Datenerfassung notwendig. Die Einführung erfolgt landesweise.
Interne Grenzkontrollen bleiben möglich
Trotz freiem Reiseverkehr führen einige Länder zeitweise wieder Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raums ein — etwa aus Sicherheitsgründen. Halten Sie daher immer einen Ausweis oder Reisepass bereit, auch für Inlandsreisen.
Was bedeutet das für Reisende aus Aserbaidschan und anderen Ländern?
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Wenn Sie kein Visum benötigen, müssen Sie künftig ETIAS beantragen.
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Bei Visapflicht: Informieren Sie sich über die Digitalisierung bei der Botschaft Ihres Ziellandes.
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Alle Nicht-EU-Reisenden müssen ab Oktober 2025 beim ersten Grenzübertritt biometrische Daten im EES-System erfassen lassen — planen Sie zusätzliche Zeit ein.
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