Von: Minval Politika
Ob offiziell erklärt oder nicht, Russland führt de facto Krieg gegen Aserbaidschan. Moskaus feindliche Handlungen gegenüber Baku sind inzwischen unzählbar.
In der Nacht zum 18. August griffen russische Truppen erneut eine aserbaidschanische Energieanlage in Odessa an und zerstörten mehr als zehn Lagertanks. Es war bereits der zweite Angriff auf denselben Standort innerhalb von etwas mehr als einer Woche. Solange Moskau den Dialog verweigert und auf Zwang setzt, gibt es keinen Grund zu glauben, dass es aufhört.
Ein Muster der Feindseligkeit
Lange Zeit ertrug Aserbaidschan Moskaus Aggression schweigend. Doch die Geduld endete, als die Angriffe in offenen Terror übergingen. Statt Lösungen zu suchen, griff Russland zu seinen üblichen Methoden – Sabotage und Einschüchterung. Trotz Bündnisverträgen gelang es Moskau nie, ausgewogene Beziehungen zu seinen Nachbarn aufzubauen. Die Verpflichtungen blieben leere Papiere.
Viele nennen dies „Imperialsyndrom“. Doch nach 30 Jahren Unabhängigkeit sollte klar sein: Die postsowjetischen Staaten sind keine Kolonien eines untergegangenen Imperiums, sondern souveräne Nationen. Russland akzeptiert diese Realität bis heute nicht – und hat nie gelernt, auf Augenhöhe zu verhandeln.
Vom Imperialismus zum Faschismus
Die russische Diplomatie ist auf plumpe Propaganda verfallen – ein Rückfall in die Sowjetzeit, nur noch verkommener. Der Kreml glaubt, Nachbarn nur durch Zwang zu „guten Beziehungen“ bewegen zu können.
Noch bedrohlicher ist, dass Moskau zunehmend Ideen der rassischen Überlegenheit übernimmt und ethnischen Hass schürt. Genau so entstand der Faschismus im Nazi-Deutschland.
Die Parallelen sind offensichtlich:
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Deutschland 1933–1935: schrittweise Einschränkungen gegen Juden, „zufällige“ Angriffe, Boykotte von Geschäften, Berufsverbote, Entzug der Bürgerrechte.
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Russland heute: systematische Dämonisierung von Nicht-Russen, gezielte Propaganda und diskriminierende Gesetze zur Marginalisierung ganzer Gemeinschaften.
Ein erschreckendes Beispiel
Ab dem 1. September 2025 führt die russische Region Jamal-Nenzen neue Arbeitsbeschränkungen für Bürger aus Aserbaidschan, Tadschikistan und Usbekistan ein. Migranten aus diesen Ländern dürfen dann nicht mehr im Handel oder im Transportwesen arbeiten – selbst mit gültiger Arbeitserlaubnis.
So beginnt Faschismus: Propaganda schürt Hass, der Staat kodifiziert Diskriminierung, und Gewalt folgt. Russlands heutiger Kurs erinnert gefährlich an den Weg Deutschlands in den 1930er Jahren.
