Aserbaidschan warnt vor den Folgen des starken Rückgangs des Kaspischen Meeres, der die Hafeninfrastruktur und den Öltransport beeinträchtigt und zugleich Populationen von Stören und Kaspischen Seehunden gefährdet.
„In den letzten fünf Jahren ist der Wasserspiegel um 0,93 Meter gefallen, in zehn Jahren um 1,5 Meter und in den letzten 30 Jahren um 2,5 Meter“, sagte Vize-Umweltminister Rauf Gadschijew gegenüber Reuters.
Der Rückgang treffe bereits die Küstenbevölkerung und die Funktionsfähigkeit der Häfen. Im Hafen von Baku hätten Schiffe zunehmend Schwierigkeiten beim Einlaufen und Manövrieren, was die Ladekapazität verringere und die Logistikkosten erhöhe.
Zudem zerstöre die Verlandung Feuchtgebiete und Schilfbestände. Besonders dramatisch sei die Lage für die Kaspischen Seehunde: bei einem Rückgang von 5 Metern gingen bis zu 81 % der Brutplätze verloren, bei 10 Metern nahezu alle.
