Die Staatschefs von Aserbaidschan, Turkmenistan und Usbekistan trafen sich in Türkmenbaşy zu einem hochrangigen Dreiergipfel und erklärten ihre Absicht, die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen in der Kaspischen Region zu vertiefen.
Präsident Ilham Alijew betonte die historischen Bande zwischen dem aserbaidschanischen und dem turkmenischen Volk und bezeichnete sie als „Brüder, die über Jahrhunderte wie eine Familie zusammenlebten und wirkten“. Er begrüßte das Geschenk Turkmenistans, in Füzuli eine neue Moschee zu errichten, sowie die Initiative Usbekistans zum Bau einer Textilfabrik, die hunderten Frauen in Karabach Beschäftigung bieten wird.
Der usbekische Präsident Schawkat Mirsijojew gratulierte Alijew zur jüngsten Unterzeichnung des „Abkommens über Frieden und zwischenstaatliche Beziehungen“ mit Armenien in Washington und bezeichnete dies als Meilenstein für die Stabilität im Südkaukasus. Er schlug neue Kooperationen bei der Offshore-Exploration im Kaspischen Meer, im Energietransit sowie einen Fahrplan zur Stärkung von Handel und industrieller Zusammenarbeit vor.
Der Gipfel führte zu mehreren Vereinbarungen, darunter eine gemeinsame Erklärung, Luftverkehrsprotokolle, erweiterte Kooperation im Schiffbau und Pläne für eine engere logistische Integration. Zudem wurde eine Städtepartnerschaft zwischen Füzuli und der neu errichteten turkmenischen Stadt Arkadag unterzeichnet.
Alijew hob hervor, dass neue Ost–West-Korridore durch Aserbaidschan und Turkmenistan die Verbindung von Europa nach Asien stärken werden, während die kulturelle Zusammenarbeit — von der Pferdezucht bis zu traditionellem Handwerk — ein Eckpfeiler der Freundschaft bleibe.
