In Aserbaidschans Hauptstadt wurde ein Mann namens Ilgar zu 7 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt, weil er ein elternloses Kind über Monate hinweg zur Bettelei gezwungen hatte.
Laut Ermittlungen nahm er im September 2023 den 2017 geborenen Nihad (Name geändert) in Garachukhur auf und hielt ihn bis Januar 2024 in seiner Wohnung fest. Unter Drohungen, Misshandlungen und psychischem Druck musste der Junge täglich zwischen 30 und 120 Manat erbetteln. Bei Nichterfüllung schlug und quälte ihn der Täter, teilweise mit Zigarettenverbrennungen. Zeugen bestätigten, dass das Kind das Geld Ilgar übergab und wiederholt um Hilfe bat: „Onkel Ilgar wird mich schlagen.“
Im Januar 2024 bat Nihad an einer Ampel in Zabrat einen Autofahrer um Hilfe. Dieser informierte die Polizei, die den Jungen befreite und in ein Heim brachte.
Der Angeklagte bestritt seine Schuld und erklärte, er habe lediglich in einer Mietwohnung gelebt und „auf das Kind aufgepasst“. Doch das Gericht sah seine Schuld durch Zeugenaussagen, polizeiliche Ermittlungen und Gutachten eindeutig belegt.
