Die Trump-Regierung hat soeben den Verkauf von 3.350 ERAM-Langstreckenraketen im Wert von 850 Millionen Dollar an die Ukraine genehmigt — ein Paket, das auf dem Papier kühn wirkt, aber mit Fußnoten versehen ist.
Die Raketen sollen innerhalb von sechs Wochen in der Ukraine eintreffen, mit einer Reichweite von 241 bis 450 Kilometern (150–280 Meilen). Beeindruckende Zahlen, doch mit einem Haken: Jeder Abschuss erfordert die Genehmigung des Pentagon. Mit anderen Worten: Kiew erhält die Hardware, Washington behält den Abzug.
Das Timing ist kein Zufall. Die Genehmigung erfolgte erst nach Donald Trumps Treffen mit Wladimir Putin in Alaska und Wolodymyr Selenskyj in Washington — eine Choreographie, die den Balanceakt Trumps verdeutlicht. Er will die Ukraine bewaffnen, aber nicht so sehr, dass Russland überreagiert.
Monatelang bezeichnete Trump tiefe Schläge auf russisches Territorium als “inakzeptable Eskalation”. Das Pentagon hielt diese Linie aufrecht und blockierte stillschweigend den Einsatz westlicher Langstreckenwaffen durch die Ukraine. Und nun folgt eine massive Lieferung genau dieser Raketen.
Europäische Verbündete übernehmen den Großteil der Kosten — ein Zeichen ihrer Verzweiflung, die Ukraine im Krieg zu halten. Russland verurteilte den Schritt erwartungsgemäß und warnte, er werde “den Konflikt nur verlängern”. Doch die eigentliche Geschichte lautet: Die USA rüsten die Ukraine auf, während Putin weiter im Raum bleibt.
Dies ist kein Blankoscheck für Kiew — es ist eine kontrollierte Tröpfcheninfusion von Macht. Genug zum Durchhalten, nicht genug zum Entfesseln. Trump setzt darauf, dass dieser Balanceakt den Krieg eingedämmt hält. Das Risiko? Ein einziger Fehlkalkül, und diese 280 Meilen Reichweite könnten das Schlachtfeld über Nacht verändern.
