Russlands gefährliches Spiel: Nach dem Drehbuch des Dritten Reiches

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Von Ali Mammadov

Wenn die russische Diplomatie heute ihre außenpolitischen Niederlagen zu vertuschen versucht, bleibt die Wahrheit doch offensichtlich: Diese Risse sind nicht über Nacht entstanden. Sie wurzeln in Moskaus jahrzehntelanger “Teile-und-herrsche”-Strategie im eigenen Umfeld — eine Strategie, die erschreckend an eine andere Ära erinnert.

Armenien als Waffenkunde des Kremls
Seit den 1990er Jahren hat der Kreml Armenien weit über die Vertragsgrenzen hinaus bewaffnet und damit Jerewans Aggression gegen Aserbaidschan unter dem Deckmantel von “Friedenssicherung” unterstützt. Sowjetische Arsenale, geheime Waffenlieferungen, von russischen Generälen enthüllt, und riesige Depots im besetzten Karabach erzählten die gleiche Geschichte: Moskau hielt den Konflikt am Leben, um die Kontrolle zu sichern. Armenien wurde zu einem militarisierten Klientelstaat des Kremls.

Die Logik Hitlers
Das war keine “Sicherheit”. Es war dieselbe zynische Logik wie bei Adolf Hitler: Aggression als Befreiung, Besatzung als “historische Gerechtigkeit”. Jahrzehntelang wiederholten armenische Kräfte dieses Drehbuch in Karabach. Heute tun es russische Truppen in der Ukraine.

Die Parallelen sind unheimlich: Nazi-Deutschland annektierte Österreich, zerschlug die Tschechoslowakei und überfiel Polen unter Vorwänden. Russland nahm sich 2014 die Krim, entfachte den Krieg im Donbass und startete 2022 eine Invasion. Beide Regime rechtfertigten Expansion mit dem Schutz von “Landsleuten” und der Wiederherstellung “historischer Rechte”.

Mythen von Einflusszonen
Der Kreml lebt wie das Reich von Mythen über “Einflusssphären”. Seine Medienmaschine verkauft jeden Rechtsbruch als “Verteidigung”, jede Landnahme als “Stabilität”. Doch wie Hitlers Deutschland wird auch Russland unter dem Gewicht seiner Illusionen kollabieren. Im Unterschied zu den 1940er Jahren fehlen Moskau jedoch die ökonomische, technologische und ideologische Stärke.

Die groteske Ironie
Ein Staat, der ewige Treue zum Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs schwört, hat nun selbst das faschistische Handbuch übernommen. Das Trikolore ersetzt das Hakenkreuz — die Methoden sind dieselben.

Die Geschichte hat längst gezeigt, was Beschwichtigung von Aggressoren kostet. Wenn Moskau weiter das Drehbuch des Dritten Reiches nachspielt, wird das Ende ebenso lauten: Zusammenbruch.

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