Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärte, dass die Umsetzung des Zangezur-Transportkorridors die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Türkei, Aserbaidschan und Armenien erheblich fördern werde. Die Aussage erfolgte in einer Ansprache an die Nation nach einer Kabinettssitzung, die von TRT Haber übertragen wurde.
„Der Zangezur-Korridor ist ein Friedensprojekt. Seine Umsetzung wird der wirtschaftlichen Partnerschaft zwischen der Türkei, Aserbaidschan und Armenien eine neue Dimension verleihen“, sagte Erdoğan.
Am 22. August begann die Türkei mit dem Bau einer 224 Kilometer langen Eisenbahnstrecke, die Kars im Osten der Türkei mit Nachitschewan verbinden soll. Das 2,4-Milliarden-Euro-Projekt soll innerhalb von fünf Jahren abgeschlossen werden und jährlich den Transport von 15 Millionen Tonnen Fracht und 5 Millionen Passagieren ermöglichen, so türkische Offizielle.
In der Türkei auch als „Zangezur-Route“ bezeichnet, geht der Korridor auf die am 8. August in Washington unterzeichnete Erklärung von Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew, Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan und US-Präsident Donald Trump zurück. Das Abkommen sieht die Wiedereröffnung regionaler Verkehrswege vor, darunter eine Route durch die armenische Provinz Syunik, die als „Trump-Route für internationalen Frieden und Wohlstand“ bezeichnet wird und von einem armenisch-amerikanischen Gemeinschaftsunternehmen betrieben werden soll.
