Der türkische Vizepräsident Cevdet Yılmaz hat vorgeschlagen, dass sich der russische Präsident Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Istanbul treffen könnten, wo zuvor bereits drei Runden direkter Friedensgespräche zwischen Moskau und Kiew stattgefunden haben.
„Selenskyj und Putin könnten sich in Istanbul treffen — warum nicht?“, sagte Yılmaz in einem Interview mit Habertürk TV und verwies auf die fortgesetzten Vermittlungsbemühungen von Präsident Recep Tayyip Erdoğan. „Er ist ein Führer, dem beide Seiten vertrauen. Durch die [Schwarzmeer-] Getreideinitiative und Gefangenenaustausche wurden konkrete Ergebnisse erzielt. Die Türkei ist immer eine Alternative zur Lösung des [Ukraine-] Konflikts“, fügte er hinzu.
Erdoğan hat wiederholt betont, dass die Türkei bereit sei, Verhandlungen auf höchster Ebene auszurichten und alle Schritte in Richtung Frieden zu unterstützen.
Am 22. August erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow, dass derzeit kein Treffen zwischen Putin und Selenskyj geplant sei. Laut Lawrow wäre Putin bereit zu einem Treffen, sobald eine klare Agenda festgelegt ist.
