Die Staatliche Agentur für Vorschul- und Allgemeinbildung (MÜTDA) hat Berichte zurückgewiesen, wonach Aserbaidschan die Sonderpädagogik für Kinder mit Behinderungen abschaffen wolle.
In einer Stellungnahme gegenüber Report betonte die Behörde, dass solche Aussagen unbegründet seien. Derzeit sind landesweit 11.881 Schüler in Sonderschulen eingeschrieben, wo der Staat nicht nur Unterricht, sondern auch Mahlzeiten, Kleidung, Schuhe, Lernmaterialien und individuelle technische Hilfen bereitstellt.
MÜTDA hob außerdem die Ausweitung der inklusiven Bildungsprogramme hervor. Gegenwärtig lernen 333 Kinder mit Behinderungen in Sonderklassen innerhalb von Regelschulen. Im Jahr 2025 wird inklusive Bildung in 67 Schulen in Baku und den Regionen umgesetzt. Ab dem Schuljahr 2025/2026 wird sie auf weitere 24 Einrichtungen ausgeweitet (11 in Baku, 13 in den Regionen).
Die Klarstellung erfolgte nach öffentlichen Bedenken infolge der Schließung der Sekundarschule Nr. 219 für Hausunterricht in Baku, die Kinder mit Behinderungen betreute. Die Behörde unterstrich, dass diese Schließung keinen Politikwechsel darstelle, sondern Teil breiterer Bemühungen sei, die Bildungsmöglichkeiten für Schüler mit besonderen Bedürfnissen zu diversifizieren.
