Im Fall des Sambo-Trainers Mehman Khalilov, der wegen des Mordes an seinem siebenjährigen Schüler verurteilt wurde, ist eine erneute Kassationsbeschwerde eingereicht worden.
Wie Pravda.az berichtet, wird die Beschwerde vom Obersten Gerichtshof Aserbaidschans geprüft.
Zur Erinnerung: Am 29. April 2023 erhielt die Stadtstaatsanwaltschaft die Nachricht vom Tod des 2016 geborenen Farid Bakarov im Kinderkrankenhaus von Sumgait. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Aufnahmen, die Khalilov zeigten, wie er während des Trainings Kinder misshandelte. Zu sehen war, dass er nicht nur Farid, sondern auch andere Minderjährige mit besonderer Grausamkeit behandelte – er zog sie an den Haaren, am Kopf, an den Ohren, hob sie hoch, trat sie und führte weitere gefährliche Handlungen aus.
Zunächst war gegen Khalilov ein Strafverfahren nach Artikel 126.3 des aserbaidschanischen Strafgesetzbuches (vorsätzliche schwere Körperverletzung mit Todesfolge durch Fahrlässigkeit) eingeleitet worden.
Im Verlauf der Ermittlungen wurde er jedoch nach Artikel 120.2.4 (vorsätzlicher Mord mit besonderer Grausamkeit oder in gemeingefährlicher Weise) und 120.2.9 (vorsätzlicher Mord an einer hilflosen Person, verbunden mit Entführung oder Geiselnahme) angeklagt.
Am 19. März 2024 verurteilte das Gericht für schwere Verbrechen in Sumgait Khalilov zu 19 Jahren Freiheitsstrafe.
