Der Immobilienmarkt in Baku verzeichnete im vergangenen Jahr in nahezu allen Segmenten zweistellige Preisanstiege, so neue Zahlen der Azerbaijan Appraisers Society (AQC).
AQC-Vorsitzender Vuqar Oruc sagte Report, dass der Trend sowohl Wohnungen in alten und neuen Gebäuden, Einfamilienhäuser, Grundstücke als auch Gewerbeimmobilien umfasst. „Obwohl die Wachstumsrate je nach Segment variiert, ist die Gesamttendenz ein stabiler Anstieg“, erklärte er.
Alte Gebäude: Səbail vorne
In älteren Wohnblöcken übertrafen die zentralen Bezirke den Rest der Stadt. Die Preise in Sabail stiegen um 25,2 %, in Yasamal um 24,5 % und in Nasimi um 19,6 %. Oruc erklärte, dies spiegele eine stärkere Präferenz wider, im Stadtzentrum zu wohnen, unabhängig davon, ob die Wohnungen neu oder alt sind. In den Außenbezirken fiel das Wachstum langsamer aus: Narimanov (17,2 %), Xətai (13 %), Sabunçu (12,4 %), Nizami (10 %), sowie einstellige Zuwächse in Xəzər, Binaqadi, Suraxanı, Qaradağ und Pirallahı.
Neubauten: Xətai an der Spitze
Bei Neubauwohnungen führte Xətai mit einem Anstieg von 24 %. Yasamal (23 %), Sabail (22 %), Nərimanov (20,2 %) und Nasimi (19,5 %) folgten. In Qaradağ (6 %) und Pirallahı (7,4 %) war das Wachstum schwächer.
Einfamilienhäuser: stärkster Anstieg in Sabail
Einzelhäuser verzeichneten den größten Anstieg in Sabail (26,5 %), gefolgt von Yasamal (23 %) und Nizami (18 %). Selbst Randbezirke wie Qaradağ wiesen Zuwächse von rund 9 % auf.
Grundstücke: Nachfrage übertrifft Angebot im Zentrum
Grundstücke im Zentrum von Baku sind besonders knapp, wodurch die Preise in Sabail (27,8 %), Yasamal (24,7 %) und Nasimi (22 %) am stärksten stiegen. Oruc wies darauf hin, dass die Kombination aus begrenztem Angebot und hoher Investoreninteresse die Beschleunigung antreibt.
Gewerbeimmobilien: steigende Geschäftsnachfrage
Nichtwohnflächen haben ebenfalls in den zentralen Bezirken am meisten an Wert gewonnen: Nərimanov (22 %), Nəsimi (21 %), Sabail (19,5 %) und Yasamal (19 %). Die Nachfrage spiegelt die Nähe zu Geschäftszentren, das Wachstum der Dienstleistungen und die stärkere Nachfrage nach Büro- und Einzelhandelsflächen wider.
Angebot knapp, Nachfrage stark
Oruc sagte, dass Investoren und Bewohner sich auf zentrale Bezirke konzentrieren, in denen verfügbare Grundstücke und Wohnraum begrenzt sind. „Wenn mehr Investitionen in das Zentrum fließen, könnte sich die Preislücke zwischen zentralen und peripheren Gebieten in den kommenden Jahren vertiefen“, warnte er.
Zahlen im Überblick
Durchschnittlich im vergangenen Jahr:
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Neubauwohnungen: +15,6 %
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Altbauwohnungen: +11,4 %
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Einfamilienhäuser: +14 %
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Grundstücke: +17 %
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Gewerbeimmobilien: +13,5 %
