Die Polizei und Kinderschutzbehörden in Aserbaidschan haben eine geplante Hochzeit zwischen einem 32-jährigen Mann und einem 17-jährigen Mädchen im Bezirk Zardab verhindert und damit die Null-Toleranz-Politik der Regierung gegenüber Kinderehen bekräftigt.
Laut Teymur Mardanoglu, Sprecher des Staatlichen Komitees für Familien-, Frauen- und Kinderangelegenheiten, erhielten die Behörden einen Hinweis auf die bevorstehende Hochzeit im Bankettsaal “Natiq”. Eine sofortige Untersuchung bestätigte das Alter der Braut und führte zu einem schnellen Eingreifen. „Die Eltern beider Seiten wurden darüber informiert, dass solche Ehen nach aserbaidschanischem Recht streng verboten sind“, sagte Mardanoglu.
Infolgedessen wurde die Zeremonie abgesagt. Die Polizei verhängte Geldstrafen von 1.000 Manat für die Eltern und 1.500 Manat für den Saalbesitzer, der die Veranstaltung trotz gesetzlicher Beschränkungen zugelassen hatte.
Kinderehen sind in Aserbaidschan illegal, wo das gesetzliche Mindestalter für die Ehe 18 Jahre beträgt. In den letzten Jahren haben die Behörden die Durchsetzung verschärft, im Einklang mit internationalen Übereinkommen zum Schutz der Kinderrechte. Während in ländlichen Gebieten immer noch Fälle von versuchten Kinderehen vorkommen, werden diese zunehmend mit rechtlichen Konsequenzen und öffentlichen Aufklärungskampagnen beantwortet.
