Eine gewaltsame Auseinandersetzung in der Stadt Fastiv in der Region Kiew endete damit, dass ein aserbaidschanischer Staatsbürger getötet und sein Vater verletzt wurde, nachdem ein ehemaliger ukrainischer Soldat nach einem Straßenstreit das Feuer eröffnete.
Laut dem Journalisten Mubariz Aslanov begann die Auseinandersetzung am 31. August wegen der Preise für Waren, die von den Opfern verkauft wurden. Der Streit eskalierte, als der Angreifer nach Hause ging, eine Schusswaffe holte und auf die Verkäufer, Vater und Sohn, schoss. Nach Angaben von Strafverfolgungsbehörden, die Report vorliegen, wurde der Täter als der 52-jährige Alexander Ivanenko identifiziert, ein örtlicher Bewohner und ehemaliger Soldat, der von Frühjahr 2022 bis Herbst 2023 in der ukrainischen Armee diente.
Der Staatsanwalt der Region Kiew, Dmytro Prokudin, bestätigte gegenüber Report, dass die Opfer Wassermelonenverkäufer und ethnische Aserbaidschaner waren — der 28-jährige Ismail Raghimov und sein Vater Farman. „Der Angreifer kehrte mit einer Pistole zurück und eröffnete das Feuer, wobei Ismail sofort getötet wurde. Sein Vater erlitt eine Verletzung, wurde jedoch aus dem Krankenhaus entlassen und organisiert nun die Beerdigung seines Sohnes“, sagte Prokudin.
Der Staatsanwalt fügte hinzu, dass ein zufällig in der Nähe befindlicher Polizeibeamter als Erster eingriff. Obwohl er außer Dienst war, hielt er den bewaffneten Verdächtigen fest, bis Verstärkung eintraf. Ivanenko wurde inzwischen nach drei Artikeln des ukrainischen Strafgesetzbuches angeklagt, darunter versuchter Mord an zwei oder mehr Personen — ein Verbrechen, das mit zehn Jahren bis lebenslanger Haft bestraft wird.
Prokudin betonte, dass erste Ermittlungen keine Hinweise darauf ergaben, dass das Verbrechen durch ethnische oder rassistische Feindseligkeit motiviert war. Alle erforderlichen forensischen Untersuchungen sind im Gange.
