Die Metro in Baku bereitet umfassende Änderungen im Bezahlsystem vor. Geplant sind Monatskarten, Einzeltickets und ein streckenabhängiges Tarifmodell. Emil Ahmedov, Berater des Metro-Vorsitzenden, betonte gegenüber Medien, dass für Studierende, sozial Bedürftige und andere vulnerable Gruppen Sonderbedingungen vorgesehen seien.
“In vielen Ländern zahlen Fahrgäste entsprechend der gefahrenen Strecke. Auch in Aserbaidschan werden solche Modelle diskutiert”, erklärte Ahmedov.
Der Verkehrsexperte Eldaniz Jafarov erläuterte, dass differenzierte Tarifsysteme Faktoren wie Entfernung, Tageszeit, Verkehrsmittel und Fahrgastkategorie berücksichtigen können. Für Senioren, Kinder oder Studierende seien spezielle Vergünstigungen üblich, was soziale Gerechtigkeit und Zugänglichkeit fördere.
Experte Rauf Agamirzayev hob hervor, dass in großen Städten sogenannte „Bruttoverträge“ verbreitet sind: Der Staat subventioniert jeden gefahrenen Kilometer. Damit könnten Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreskarten sowie kostenlose oder ermäßigte Fahrten für Studierende, Rentner, Menschen mit Behinderung und Kriegsveteranen eingeführt werden.
Darüber hinaus sind bis 2030 mehrere Großprojekte geplant – darunter die Trennung der Linien „28. Mai“ und „Jafar Jabbarli“ sowie neue Linien und Stationen. Diese Maßnahmen werden die Kapazität deutlich erhöhen und machen neue Tarifsysteme unverzichtbar.
Quelle: Kaspi.az
