Laut offiziellen Statistiken hat ein erheblicher Teil der Bevölkerung Aserbaidschans keine dokumentierte Berufsausbildung, was ernsthafte Probleme auf dem Arbeitsmarkt verursacht.
Wie Report berichtet, erklärte dies der Minister für Wissenschaft und Bildung, Emin Amrullayev, bei der Eröffnung des Zentrums für Exzellenz und der Werkstätten im Baku State Professional Education Center für Ingenieurwissenschaften und Technologien.
Laut den vom Minister vorgelegten Daten schließen jährlich etwa 150.000 junge Menschen die Sekundarschule in Aserbaidschan ab. Von der Gesamtzahl der Schulabsolventen gehen nur etwa 60.000 in höhere Bildungseinrichtungen. Derzeit erhalten rund 30.000 Menschen eine berufliche Ausbildung.
„Dies sind die Studierenden des laufenden Jahres und der vorangegangenen Jahre. Gleichzeitig könnten mehr als 100.000 Menschen mit Sekundarschulbildung potenziell eine berufliche Ausbildung erhalten“, betonte Amrullayev.
Der Minister wies auch darauf hin, dass viele Bürger des Landes berufliche Fähigkeiten auf informellem Weg durch praktische Arbeitserfahrung erwerben. Dies führt dazu, dass Fachkräfte keine formale Bestätigung ihrer Qualifikationen haben.
„Aus diesem Grund ist es von entscheidender Bedeutung, die Attraktivität der beruflichen Ausbildung zu steigern und sie an die modernen Anforderungen des Arbeitsmarktes anzupassen. Berufsausbildung kann sowohl für junge Menschen als auch für diejenigen, die den Beruf wechseln möchten, eine echte Wahlmöglichkeit werden“, sagte Amrullayev.
