Der Schutz religiöser und kultureller Denkmäler gilt in Aserbaidschan als eine der zentralen Aufgaben.
Wie Oxu.Az berichtet, erklärte die Abgeordnete Tansila Rustamkhanli dies bei einer Sitzung des Parlamentsausschusses für öffentliche Vereinigungen und religiöse Organisationen.
Rustamkhanli betonte, dass es im Zusammenhang mit der Märtyrer-Allee immer wieder zu Vorfällen komme, die in der Öffentlichkeit große Empörung hervorrufen. „Für diesen Ort ist ein völlig neuer Ansatz erforderlich – aufklärend und erklärend. Am Eingang könnte eine Informationstafel angebracht werden, um die Bedeutung der Stätte hervorzuheben. Ein ähnlicher Vorfall hat sich bereits ereignet und eine starke gesellschaftliche Reaktion ausgelöst. Ich möchte nicht, dass solche Fragen die Beziehungen Aserbaidschans zu Nachbarländern oder anderen Staaten in großem Maße beeinträchtigen“, erklärte sie.
Sie erinnerte auch daran, dass es Märtyrer-Alleen nicht nur in Baku, sondern in fast jeder Stadt Aserbaidschans gibt. Aus diesem Grund könnten gesetzlich verankerte Einschränkungen zusätzliche Probleme verursachen. „Es wäre richtiger, den Touristen die moralische Bedeutung dieses Ortes zu vermitteln, anstatt die Frage auf eine juristische Ebene zu verlagern“, sagte Rustamkhanli.
Der Vorsitzende des Ausschusses, Fazil Mustafa, wies seinerseits darauf hin, dass Gedenkfrieden in verschiedenen Ländern unterschiedlich geregelt seien. Es handle sich hier eher um eine Aufgabe der Exekutive. Der Schlüssel liege darin, den Besuchern die Heiligkeit des Ortes bewusst zu machen, nicht in der Einführung strenger rechtlicher Kontrollen.
Zur Erinnerung: Vor kurzem hatten drei ausländische Touristen in Aserbaidschan unangemessenes Verhalten auf der Märtyrer-Allee gezeigt und die Aufnahmen in sozialen Netzwerken veröffentlicht. Die Polizei nahm die Personen fest, und ein Gericht ordnete für jeden Untersuchungshaft von drei Monaten an.
