Die aserbaidschanische Radsportszene erreichte einen neuen Meilenstein, als Natalia Vallek, Mitglied des Verbands junger Profiradsportler, beim renommierten GranFondo Başkent in der Türkei den Gesamtsieg errang. Zuerst berichtete Media.az über die Geschichte.

Vallek ist keine gewöhnliche Athletin. Eine ehemalige MMA-Kämpferin mit schwarzen Gürteln in Kickboxen und Taekwondo sowie Ultramarathonläuferin, die einst die 120 km des Ephesus Ultra bezwang, hat sich als Kraftpaket auf zwei Rädern neu erfunden.
„Ich stehe immer noch unter Schock — ich fuhr Seite an Seite mit echten Profis, mit Champions,“ sagte sie Media.az und fügte hinzu, dass der Sieg ein gemeinsamer Triumph mit ihrem Trainer Musa Mikailzade, 15-facher aserbaidschanischer Straßenradmeister, gewesen sei. Ihr Sieg kam nach einem wagemutigen taktischen Manöver bei einer gefährlichen Abfahrt. Auf der Jagd nach einer erfahrenen türkischen Fahrerin nutzte Vallek eine Sekundenlücke. „Musa rief: ‘Jetzt!’ Ich ging das Risiko ein, überholte sie in der Kurve — und das war der Durchbruch,“ sagte sie. Von dort zog sie davon und überquerte die Ziellinie unangefochten.

Über den Radsport hinaus erstreckt sich Valleks sportliche Laufbahn über Jahrzehnte und Disziplinen — von Mixed Martial Arts bis zu Marathons und Triathlons. Sie sagt, ihre Philosophie sei einfach: keine Angst, niemals aufhören. Heute inspiriert sie jüngere Athleten, insbesondere Frauen, Ausdauersportarten zu ergreifen.
„Habt keine Angst — steigt aufs Rad, fangt an zu laufen. Mit dem richtigen Training ist alles möglich,“ sagte sie Media.az.
