In Aserbaidschan führen der Rückgang der Wasserführung in Kura und Aras, unregelmäßige Niederschläge und die Versalzung der Böden dazu, dass das Land nach alternativen Lösungen im Wassermanagement suchen muss.
Wie Report meldet, erklärte dies der stellvertretende Vorsitzende der Staatlichen Wasserressourcenagentur (ADSEA), Ilgar Gulmamedov, bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der II. Internationalen Ausstellung und Konferenz für Wasserressourcen – Baku Water Week. Seinen Worten nach erfordern die heutigen Umweltprobleme den Ausbau von Systemen zur Wiederverwendung von Wasser, zur Abwasseraufbereitung und zur Sammlung von Regenwasser.
„Wissenschaftliche Forschung in diesem Bereich, die Umsetzung von Pilotprojekten und die Erschließung alternativer Wasserquellen sind entscheidend, um ein nachhaltiges Wassermanagement für kommende Generationen zu gewährleisten“, betonte er.
Gulmamedov hob hervor, dass Aserbaidschan in den letzten Jahren wichtige Schritte unternommen hat: Durch ein Präsidialdekret wurde eine Kommission für die effiziente Nutzung von Wasserressourcen eingerichtet, eine Nationale Wasserstrategie verabschiedet und neue Infrastrukturprojekte gestartet. Zudem wurden die Prozesse der Digitalisierung und die Einführung „intelligenter“ Technologien beschleunigt.
Der ADSEA-Vertreter betonte, dass all diese Maßnahmen auf die Stärkung der Wassersicherheit, die Steigerung der Effizienz der Wassernutzung und die Anpassung an die negativen Folgen des Klimawandels abzielen.
Zugleich unterstrich er die wichtige Rolle des Privatsektors: „Die aktive Beteiligung der Wirtschaft ist von besonderer Bedeutung, um Kosten zu optimieren und die Rentabilität zu erhöhen. Das in diesem Bereich durchgeführte Kaspische Wasser-Innovationsforum ist ein eindrucksvolles Beispiel für einen modernen Ansatz“, sagte Gulmamedov.
