Russland fordert Armenien und Aserbaidschan auf, sich schnell auf Datum und Ort des nächsten Ministertreffens im regionalen „3+3“-Format zu einigen, erklärte Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa bei einem Briefing.
Der Aufruf folgt den Äußerungen von Außenminister Sergej Lawrow, der sagte, dass Vorbereitungen für ein drittes „3+3“-Ministertreffen laufen, und vorschlug, dass die nächsten beiden Sitzungen in Jerewan und Baku stattfinden. Die Plattform bringt Armenien, Aserbaidschan und Georgien mit Russland, Iran und der Türkei zusammen, um über regionale Zusammenarbeit und Sicherheit im Südkaukasus zu beraten. Georgien hat sich bisher geweigert teilzunehmen, doch Moskau und andere Mitglieder sagen, die „Tür bleibe offen“.
„Wir erwarten aktive Schritte von Jerewan und Baku, um rasch Zeit und Ort des nächsten Treffens zu koordinieren“, sagte Sacharowa und fügte hinzu, dass Russland bereit sei, Partner auf allen Ebenen zu unterstützen.
Sie beschrieb das Format als einen „nützlichen Rahmen“, um die Normalisierung zwischen Armenien und Aserbaidschan voranzubringen und breitere regionale Fragen anzugehen.
Moskau hat sich wiederholt als Garant für Stabilität im Südkaukasus dargestellt und sagt, es unterstütze einen dauerhaften Frieden zwischen Armenien und Aserbaidschan nach Jahren von Konflikten und sporadischen Verhandlungen. Russische Beamte argumentieren, dass der „3+3“-Mechanismus die bilaterale Diplomatie und andere internationale Bemühungen ergänze, indem er Gespräche in einem regionalen Rahmen verankere, der alle unmittelbaren Nachbarn einschließt.
Der neue Vorstoß kommt inmitten laufender Diplomatie zwischen Jerewan und Baku über ein umfassendes Friedensabkommen und die Freigabe von Verkehrsverbindungen. Westliche und regionale Akteure haben in den letzten Monaten ihr Engagement verstärkt und konkurrierende – und manchmal überlappende – Vermittlungsansätze hervorgehoben.
Obwohl noch kein Datum angekündigt wurde, soll ein neues Ministertreffen laut mit der Agenda vertrauten Beamten Schritte zur Deeskalation, Konnektivitätsprojekte und vertrauensbildende Maßnahmen überprüfen. Diplomatische Quellen sagen, dass die Teilnahme aller sechs Länder weiterhin die bevorzugte Konstellation sei, auch wenn Georgien auf Distanz bleibt.
Analysten merken an, dass aufeinanderfolgende Sitzungen in den Hauptstädten Armeniens und Aserbaidschans, wie von Lawrow vorgeschlagen, symbolisch bedeutsam wären und helfen könnten, die Dynamik aufrechtzuerhalten – vorausgesetzt, beide Seiten können sich auf Logistik und eine fokussierte Agenda einigen.
Für den Moment ist Moskaus Botschaft klar: Setzt das Treffen fest, haltet die Gespräche in Bewegung und verankert praktische Schritte, die den Frieden widerstandsfähiger machen.
