Elxan Nabiyev, ein aserbaidschanischer Lkw-Fahrer, der bekannt wurde, weil er ein Exemplar des Korans verbrannte und online Streitigkeiten mit religiösen Nutzern auslöste, ist verstorben, bestätigten seine Angehörigen gegenüber Qafqazinfo.
Laut Familienquellen kämpfte Nabiyev seit Langem gegen Krebs. Einige Berichte deuten jedoch darauf hin, dass sein Tod mit Suizid in Verbindung stehen könnte. In den letzten Jahren lebte er in Europa.
Globaler Kontext von Koran-Verbrennungen
Koran-Verbrennungen haben wiederholt weltweit Kontroversen und diplomatische Krisen ausgelöst. In Schweden und Dänemark inszenierten rechtsextreme Aktivisten 2023–2024 aufsehenerregende Verbrennungen, die Massenproteste in mehrheitlich muslimischen Ländern und sogar Angriffe auf diplomatische Vertretungen auslösten. Die schwedische Regierung verschärfte daraufhin die Gesetze für Demonstrationen in der Nähe von Botschaften unter dem Druck von Partnern im Nahen Osten.
In den USA haben einzelne Fälle der Schändung des Korans hitzige Debatten über Meinungsfreiheit versus Respekt vor Religion ausgelöst, während solche Taten in Ländern wie Pakistan und Bangladesch zu weit verbreiteten Unruhen und in einigen Fällen zu Lynchgewalt führten.
Internationale Organisationen, darunter die Vereinten Nationen, haben Koran-Verbrennungen als bewusste Provokationen verurteilt und zugleich auf die Schwierigkeit hingewiesen, freie Meinungsäußerung mit Gesetzen gegen Hassrede in Einklang zu bringen.
Eine polarisierende Figur
Nabiyevs Handlungen stellten ihn in den breiteren Kontext dieser Auseinandersetzungen über Religion und freie Meinungsäußerung. Sein Tod hat die Debatte in den sozialen Medien neu entfacht, wo die Reaktionen weiterhin zutiefst gespalten sind.
