Frauen in der Ukraine mit einem Abschluss in Medizin oder Pharmazie werden künftig automatisch für den Wehrdienst registriert – ohne dass sie persönlich erscheinen müssen.
Das teilte der Regierungsvertreter im ukrainischen Parlament, Taras Melnytschuk, am 30. Juli auf seinem Telegram-Kanal nach einer Sitzung des Ministerkabinetts mit.
Laut Melnytschuk wurden mehrere Regelungen geändert, darunter die Vorschriften zur Wehrpflicht, zum Umgang mit Reservisten sowie zur Mobilmachung in besonderen Zeiten. Auch die Bestimmungen für die territorialen Rekrutierungs- und Sozialunterstützungszentren wurden angepasst.
Künftig wird die militärische Erfassung von Frauen mit medizinischer oder pharmazeutischer Ausbildung automatisiert, ohne dass ein persönlicher Termin notwendig ist. Gleichzeitig wurden die Zuständigkeiten von Bildungseinrichtungen und Rekrutierungszentren bei der Erfassung dieser Frauengruppen klarer definiert. Auch der Eintrag in das landesweite Wehrpflichtregister „Oberig“ wurde technisch verbessert.
Zudem sieht die neue Regelung vor, dass Personen, die das 25. Lebensjahr vollendet haben und weder Wehrdienst noch Grundausbildung absolviert haben, automatisch den Dienstgrad „Soldat (bzw. Matrose) der Reserve“ erhalten, ebenfalls ohne persönliche Vorsprache bei den zuständigen Behörden.
Die ukrainische Regierung reagiert mit diesen Maßnahmen auf die angespannte Sicherheitslage und strebt eine effizientere Erfassung potenzieller Wehrpflichtiger an – insbesondere im medizinischen Bereich, der im Verteidigungsfall eine Schlüsselrolle spielt.
