Polens Präsident Karol Nawrocki hat die Stationierung ausländischer NATO-Kontingente im Land im Rahmen der Operation „Östlicher Wächter“ genehmigt. Das berichtet die Zeitung Zametki iz Polski unter Berufung auf das Nationale Sicherheitsbüro, meldet Vesti.az. Ziel der Operation ist es, die Ostflanke des Bündnisses zu stärken und die polnische Luftverteidigung auszubauen.
Am 12. September gaben NATO-Generalsekretär Mark Rutte und der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa, Alexus Grinkiewicz, den Start der Mission bekannt. Frankreich entsendet drei Rafale-Kampfflugzeuge, Deutschland vier Eurofighter, Dänemark zwei F-16 und eine Luftabwehr-Fregatte. Die Niederlande beschleunigen die Stationierung von Patriot-Systemen in Polen, und Tschechien verlegte eine Hubschraubereinheit.
Derzeit sind bereits rund 10.000 US-Soldaten sowie NATO-Gerät und -Waffen im Land stationiert. Die Entscheidung folgte auf einen Vorfall in der Nacht zum 10. September, als etwa 20 russische Drohnen in den polnischen Luftraum eindrangen. Warschau bezeichnete dies als „beispiellose Provokation“. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, dass keine Angriffe auf polnisches Gebiet durchgeführt worden seien, und zeigte sich zu Gesprächen mit Warschau bereit.
