Der aserbaidschanische Minister für Wissenschaft und Bildung, Emin Amrullayev, erklärte in einem Interview in der AzTV-Sendung Hədəf, das von Report zitiert wurde, dass die Zulassung zum staatlichen Auslandsstudienprogramm strenger gestaltet werden soll.
Laut dem Minister bewarben sich in diesem Jahr fast 900 Personen um einen Platz im Programm, was den Auswahlprozess erschwerte. Amrullayev sagte: „Wenn sich zwei sehr starke Kandidaten um einen Platz bewerben, bleibt zwangsläufig jemand außen vor. Wir versuchen, die Besten auszuwählen. Natürlich werden Interviews geführt, aber jedes Interview ist bis zu einem gewissen Grad subjektiv.“
Das Ministerium wolle diese Subjektivität minimieren: „Wir wollen ein System aufbauen, in dem die Zulassungskriterien auf vordefinierten hohen Standards beruhen. Am Ende sollen etwa 500 der besten Kandidaten ausgewählt werden. Wir erwägen, den Prozess weiter zu verschärfen und die Studierenden an die bestplatzierten Universitäten der Welt zu schicken. Ich bin überzeugt, dass dieses Programm zu einer der Hauptsäulen der Unabhängigkeit und Entwicklung Aserbaidschans wird, da diese Menschen in 5, 10, 15 oder sogar 20 Jahren zurückkehren und sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor einen bedeutenden Beitrag leisten werden.“
Bildung als Investition
Amrullayev betonte außerdem, dass hochwertige Ausbildung, insbesondere in der Medizin, nicht zu geringen Kosten erreicht werden könne.
„Bildung darf nicht als Ausgabe, sondern muss als Investition betrachtet werden. Je mehr investiert wird, desto stärker wird unser Humankapital. Unser Ansatz ist, dass Investitionen in Menschen unabhängig von Talent, Vorbereitung oder Fähigkeiten steigen müssen“, sagte er.
Ausweitung der staatlich finanzierten Programme
Der Minister wies darauf hin, dass staatlich finanzierte Bildung erstmals auch auf private Universitäten ausgeweitet wurde. „Früher nahmen viele private Einrichtungen aufgrund unzureichender Finanzierung keine staatlich geförderten Studierenden auf. Seit diesem Jahr übernimmt der Staat diese Kosten. Im Rahmen des SABAH-Programms begannen beispielsweise 180 Studierende ihr Studium an der ADA-Universität auf Staatskosten. Dieselbe Möglichkeit besteht nun auch an der Baku Higher Oil School und anderen Universitäten“, erklärte Amrullayev.
Er fügte hinzu, dass das Hauptziel des Ministeriums darin bestehe, durch Investitionen in Bildung das Humankapital zu stärken und hochqualifizierte Fachkräfte für das Land auszubilden.
