Der starke Rückgang der Kutumbestände im Kaspischen Meer beginnt, den Fischmarkt Aserbaidschans zu verändern, da Händler und Verbraucher mit steigenden Preisen und knapper Versorgung konfrontiert sind.
Einst ein Grundnahrungsmittel auf aserbaidschanischen Tischen, ist der Kutum heute eine Seltenheit. „Ressourcen zeigen, dass die Kutumreserven äußerst begrenzt sind, weshalb Quoten nur in kleinen Mengen ausgegeben werden. Jedes Jahr nimmt die Verfügbarkeit dieses Fisches auf dem Markt ab“, sagte Jeyhun Aliyev, Direktor des Zentrums für Fischerei und Aquakultur, gegenüber BAKU.WS.
Marktauswirkungen
Der begrenzte Fang bedeutet, dass Händler Schwierigkeiten haben, die Nachfrage zu decken. Branchenkenner berichten von höheren Großhandelspreisen und weniger Ständen, die den Fisch in Baku und auf regionalen Märkten anbieten. Verbraucher greifen derweil auf Alternativen wie Karpfen und Forellen zurück, die leichter gezüchtet werden können.
Aquakultur als Lösung
Um den Druck auf die natürlichen Bestände zu verringern, hat das Ministerium für Ökologie und Natürliche Ressourcen die Fischfarmen an das Zentrum für Fischerei und Aquakultur übergeben, wo mit der Zucht von Kutum unter künstlichen Bedingungen begonnen wird. Die Behörden hoffen, dass dieser Schritt die Versorgung langfristig stabilisieren wird.
Vorerst jedoch treibt die Knappheit die Kosten in die Höhe und wirft Fragen auf, wie nachhaltig die Fischwirtschaft Aserbaidschans ohne rasche Investitionen in die Aquakultur bleiben wird.
