Im April dieses Jahres erteilte die Sonderinspektionskommission des Gesundheitsministeriums von Aserbaidschan 42 Ärzten offiziell die Genehmigung, plastische Operationen durchzuführen. Ihre Qualifikationen wurden zuvor sorgfältig geprüft.
Trotzdem bleibt das Problem illegaler Eingriffe akut. Nicht autorisierte Ärzte operieren weiterhin und werben sogar offen in sozialen Netzwerken. Die bisherigen Maßnahmen wirken weitgehend symbolisch.
Der plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurg Tale Gasimov äußerte Besorgnis:
„Leider wenden sich weiterhin Patienten an uns, die nach Eingriffen durch unqualifizierte Ärzte Komplikationen erleiden. Solche Fälle untergraben das Vertrauen in unseren Beruf und gefährden die Gesundheit und das Leben der Patienten.“
Experte Dilgam Mamedov sieht die Lösung in Aufklärung der Bevölkerung und gründlichen Ermittlungen gegen illegale Praktiken:
„Patienten müssen wissen, wie sie die Qualifikation eines Chirurgen überprüfen können. Niedrige Preise und schöne Fotos auf Instagram führen oft in die Irre.“
Das Gesundheitsministerium betont seine Politik der Nulltoleranz gegenüber illegalen Operationen. Im ersten Halbjahr wurden 12 Fälle aufgedeckt, und gegen die Verantwortlichen wurden Verwaltungsverfahren eingeleitet – unter anderem wegen Eingriffen ohne Zertifikat oder mit gefälschten Dokumenten.
