Die Ausgaben für Medikamente und medizinische Versorgung sind in Aserbaidschan in diesem Jahr auf Rekordniveau gestiegen, so der Ökonom und Abgeordnete Vugar Bayramov.
Unter Berufung auf offizielle Daten stellte Bayramov fest, dass der Einzelhandelsumsatz in den ersten acht Monaten 2025 40,4 Milliarden Manat erreichte, darunter 22,2 Milliarden für Lebensmittel, Getränke und Tabak sowie 18,2 Milliarden für Nicht-Lebensmittel. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 stiegen die Einzelhandelsumsätze real um 3,7 % — Lebensmitteleinnahmen um 1,3 %, Nicht-Lebensmittel um 6,7 %. Den stärksten Anstieg verzeichnete der Pharmasektor. Die Haushaltsausgaben für Medikamente und medizinische Versorgung stiegen um 21 %, was bedeutet, dass die Bürger 210 Millionen Manat mehr bezahlten als im Vorjahr.
Bayramov verwies auf zwei Hauptfaktoren für den Anstieg:
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Preissteigerungen bei Medikamenten und medizinischen Dienstleistungen.
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Wachsende Nachfrage nach Gesundheitsversorgung.
Das Staatliche Statistikkomitee verzeichnete ebenfalls einen Anstieg der Gebühren für medizinische Dienstleistungen, was den finanziellen Druck auf Familien verstärkt.
Bayramov warnte, dass dieser Trend die Haushaltsbudgets stark belaste:
“Preisstabilität bei Arzneimitteln ist entscheidend. Obwohl Medikamentenpreise reguliert sind, müssen wir auch die Verbrauchskosten optimieren. Der Ausbau der lokalen Produktion und die Minimierung der Importe sind der Schlüssel, um Preise und Ausgaben ins Gleichgewicht zu bringen.”
