Die kasachische Staatsgesellschaft KazMunayGas hat den Export von Öl über die Pipeline Baku–Tiflis–Ceyhan (BTC) wieder aufgenommen.
Laut Mitteilung des Pressedienstes wurden am 13. September 8.800 Tonnen Kaschagan-Öl aus dem Hafen Aktau in Richtung BTC verschifft. Die nächste Lieferung ist für den 20. September geplant.
Zur Erinnerung: Die Transporte auf dieser Route waren im August dieses Jahres gestoppt worden, nachdem in einzelnen Chargen aserbaidschanischen Öls Spuren organischer Chloride festgestellt worden waren.
Nach Angaben des Unternehmens belief sich das Transportvolumen von kasachischem Öl in Richtung BTC in den ersten acht Monaten 2025 auf 0,9 Millionen Tonnen.
Im Juli berichteten mehrere Medien unter Berufung auf Quellen, dass in einigen Partien des aserbaidschanischen Öls Azeri Light überhöhte Mengen organischer Chloride gefunden wurden – Stoffe, die zur Steigerung der Fördermengen eingesetzt werden.
BP-Azerbaijan teilte im Juli mit, dass Qualitätsprüfungen an allen Einrichtungen entlang der Pipeline bestätigten, dass das Rohöl den Spezifikationen entspricht. Organische Chloride seien jedoch in einigen Tanks im türkischen Hafen Ceyhan entdeckt worden.
Durch die BTC-Pipeline wird Öl aus dem Feldblock Azeri-Chirag-Guneshli sowie Kondensat aus dem Feld Shah Deniz und Öl der aserbaidschanischen SOCAR gepumpt. Auch Öl aus weiteren Staaten der Kaspischen Region wird über die Leitung transportiert. Die Jahreskapazität der BTC liegt bei über 50 Millionen Tonnen.
