Die US-Regierung hat die umfangreichsten Sanktionen gegen den Iran seit 2017 verhängt. Im Fokus steht der Öl-Händler Hossein Shamkhani, Sohn eines engen Beraters von Irans Oberstem Führer Ayatollah Ali Chamenei.
Betroffen sind auch mehrere mit ihm verbundene Firmen, darunter Milavous Group Ltd., Ocean Leonid Investments Ltd. und Crios Shipping mit Sitz in Dubai. Ziel ist es, den Export iranischen Erdöls massiv einzuschränken.
US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, man gehe gezielt gegen die “wirtschaftliche Elite des Regimes” vor, die profitiere, während Teheran die Sicherheit der USA gefährde. Vize-Finanzminister Michael Faulkender fügte hinzu, Washington wolle den iranischen Nuklearkurs stoppen, das Raketenprogramm eindämmen und die Unterstützung terroristischer Gruppen beenden.
Die Sanktionen dürften keine größeren Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt haben, da der Großteil des Öls aus Shamkhanis Netzwerk nach China geliefert wird.
Im Juni hatte die USA iranische Nuklearanlagen in Fordo, Isfahan und Natanz angegriffen. Teheran reagierte mit einem Angriff auf die US-Militärbasis Al-Udeid in Katar.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, Verhandlungen mit den USA seien möglich, wenn diese Iran auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt begegne.
