Lokale Medien berichten, dass der prominente Geschäftsmann und ehemalige SOCAR-Manager Adnan Ahmadzade in Baku festgenommen wurde, nachdem er Anfang dieser Woche in Aserbaidschan eingetroffen war. Versuche, Ahmadzade telefonisch zu erreichen, blieben erfolglos. Es gibt keine offizielle Bestätigung seitens der Strafverfolgungsbehörden oder von SOCAR.
Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, sagen, dass Ahmadzade – der vor zwei Jahren ABDA Invest Holding gründete und zuvor stellvertretender Leiter der Investitionsabteilung bei SOCAR war – verdächtigt wird, gegen nationale Vorschriften verstoßen zu haben, indem er „Azeri Light“-Rohöl mit anderen Sorten vermischte. Hintergrund: Aserbaidschanische und regionale Medien haben Ahmadzade wiederholt als engen Freund von Lionel Messi beschrieben; Ahmadzade veröffentlichte Beiträge aus Messis Haus, nahm an dessen Geburtstag in Rosario teil und ihm wurde weithin die Organisation von Messis Besuch in Baku im Dezember 2024 zugeschrieben. Die Berichterstattung erfolgte, nachdem diesen Sommer eine Chloridverunreinigung in mehreren Rohöllieferungen entdeckt worden war, die Rumänien und Italien erreichten. Während einige Medien berichteten, dass Exporte aus Ceyhan gestoppt worden seien, bestritt BP-Azerbaijan eine Unterbrechung und erklärte, dass die Verunreinigungen in mehreren Lagertanks gefunden, das Öl neu verarbeitet und die Lieferungen über andere Tanks fortgesetzt worden seien.
Lokalen Berichten zufolge wurde der Transit von kasachischem Rohöl durch die BTC-Pipeline letzte Woche unterbrochen und wieder aufgenommen. Rumänische Medien zitierten zudem anonyme Strafverfolgungsquellen, die eine russische Verbindung zur Verunreinigung behaupteten; Moskau hat sich nicht geäußert.
Hinweis: Die Festnahme und die konkreten Vorwürfe wurden von den aserbaidschanischen Behörden nicht öffentlich bestätigt. Ahmadzade hat auf die Berichte nicht reagiert. Alle Personen gelten bis zum Beweis ihrer Schuld als unschuldig.

