Der Iran wird nächste Woche in Teheran das nächste Treffen der Gemeinsamen zwischenstaatlichen Kommission Iran–Aserbaidschan für wirtschaftliche Zusammenarbeit ausrichten. Nach Angaben iranischer Wirtschaftsvertreter sollen dabei großangelegte grenzüberschreitende Projekte im Mittelpunkt stehen.
Hossein Pirmoazzen, stellvertretender Vorsitzender der iranischen Handels-, Industrie-, Bergbau- und Landwirtschaftskammer, erklärte nach einem Treffen mit dem iranischen Botschafter in Baku, Mojtaba Demirchilu, dass die Teilnahme des aserbaidschanischen Vizepremiers Schahin Mustafajew erwartet werde. Laut Pirmoazzen werden die Seiten Pläne zur Errichtung eines Logistikzentrums und einer gemeinsamen Industriestadt in der Freihandels- und Industriezone Bilasuvar prüfen.
Er stellte fest, dass die Projekte die Zustimmung der Präsidenten beider Länder haben und nach der Genehmigung durch die Gemeinsame Wirtschaftskommission vorangebracht werden, wobei die technischen Arbeiten bereits im Gange sind.
Pirmoazzen hob außerdem verkehrspolitische Prioritäten hervor und sagte, dass die Eröffnung der Bahnstrecke Ardabil–Baku neue Kanäle für landwirtschaftliche Exporte eröffnen, den Zugang zu Russland verbessern und die Logistikkosten senken werde. Er fügte hinzu, dass sich die Wartezeiten an der Grenze für Lastwagen von etwa einer Woche auf 48 Stunden verringert hätten, und sagte, dass die Umstellung der Zollabfertigung auf einen 24/7-Betrieb den Durchsatz weiter erhöhen würde.
Quelle: Azad Iran Telegram-Kanal
