Aserbaidschan hat sein spezielles Quarantäneregime bis zum 1. Januar 2026 verlängert – eine Entscheidung, die bei Bürgern und in sozialen Medien für Diskussionen sorgt.
Viele sind frustriert, dass die Landgrenzen seit 2020 geschlossen bleiben, und witzeln, die Maßnahme könne “ebenso gut dauerhaft sein”, wobei sie darauf hinweisen, dass “nur Aserbaidschan noch Quarantäneregeln hat.” Die Behörden bestehen darauf, dass die Verlängerung auf Sicherheitsüberlegungen basiert, doch die öffentliche Unzufriedenheit hält an.
Abgeordneter Elman Nasirov betonte gegenüber Globalinfo.az, dass die Maßnahme nicht unbegrenzt sei:
“Die Verlängerung des Quarantäneregimes ist eine Entscheidung, die im Einklang mit Sicherheitsinteressen getroffen wurde. Die jüngsten regionalen Ereignisse – darunter die 12-tägige Konfrontation zwischen Iran und Israel sowie deren Folgen – haben gezeigt, warum die Schließung der Landgrenzen der richtige Schritt war.
Die gleiche Logik gilt heute. Wer kann garantieren, dass der Konflikt nicht wieder aufflammt? Wer kann mit Sicherheit sagen, dass in unserer Region keine neuen politischen oder militärischen Schocks auftreten werden?”
Nasirov hob hervor, dass es in erster Linie um den Schutz der Bürger gehe:
“Die Regierung trifft maßvolle und fundierte Entscheidungen, und der Fokus liegt stets auf dem Wohlergehen und der Sicherheit der Menschen. Wie Präsident Ilham Aliyev wiederholt betont hat, gehört die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und des sozialen Wohlergehens zu den obersten Prioritäten des Staates. Deshalb bleiben die Grenzen geschlossen und das Quarantäneregime verlängert.”
Das spezielle Quarantäneregime wurde erstmals am 24. März 2020 zu Beginn der COVID-19-Pandemie landesweit eingeführt. Seitdem wurde es mehrfach verlängert, sodass die Landgrenzen nun fast sechs Jahre geschlossen sind.
