Der Ombudsmann Aserbaidschans hat scharfe Kritik an den neuen Taxitarifen am Heydar Aliyev International Airport geäußert und sie als diskriminierend und verfassungswidrig bezeichnet.
Nach einer Monitoring-Mission kam das Büro des Ombudsmanns zu dem Schluss, dass die spezielle Tarifpolitik des Flughafens die Preise künstlich in die Höhe treibt, die Wahlmöglichkeiten der Passagiere einschränkt, lizenzierte Fahrer ausschließt und sozialen Unmut schürt. Die Ergebnisse argumentieren, dass das System Artikel 25 (Recht auf Gleichheit) und Artikel 59 (Recht auf freie Unternehmung) der Verfassung sowie das Wettbewerbsrecht verletzt. Passagiere berichten, dass die neue Preisgestaltung ihnen keine fairen Alternativen lässt. „Eine Fahrt in die Stadt hat mich früher 15–20 Manat gekostet. Jetzt ist es fast doppelt so viel. An diesem Punkt fühlt es sich so an, als wären wir gezwungen, zu zahlen, was sie festlegen“, sagte ein Reisender zu Reportern.
Ein anderer fügte hinzu: „Es gibt keine wirkliche Wahl. Entweder man zahlt den Flughafentarif oder man geht mit seinem Gepäck hinaus und hofft, ein anderes Auto zu finden.“
Auch Fahrer äußerten ihren Ärger. „Wir verlieren Kunden, weil sich viele Passagiere diese überhöhten Preise nicht leisten können. Einige verlassen lieber das Terminal und rufen ein normales Taxi über eine App“, sagte ein Taxifahrer.
Ein anderer betonte, dass das System den Wettbewerb unterdrückt: „Das System bevorzugt einen einzigen Betreiber. Unabhängige Fahrer wie wir werden verdrängt – selbst wenn wir lizenziert sind.“
Der Ombudsmann kündigte an, eine formelle Beschwerde bei staatlichen Stellen einzureichen, um die verfassungsmäßigen Rechte zu schützen, einen transparenten Preismechanismus einzuführen und gleiche Chancen für alle lizenzierten Taxi-Anbieter wiederherzustellen.
