Immer mehr Menschen lernen sich online kennen und heiraten später. Laut aktuellen Studien geben bereits 60 % der frisch verheirateten Paare an, dass ihre Beziehung in sozialen Netzwerken oder Dating-Apps begann. Doch die Gesellschaft ist gespalten.
Ein Befragter sagt klar:
“Mit jemandem aus Social Media würde ich nicht heiraten. Das ist für mich keine seriöse Basis für eine Ehe.”
Ein anderer zeigt sich offener:
“Man kann sich online kennenlernen, aber das ist nur der Anfang. Wirklich stabile Beziehungen entstehen erst durch persönliche Treffen. Nur auf Fotos und Chats zu vertrauen, reicht nicht.”
Manche sind sehr skeptisch:
“Ehen, die aus Online-Kontakten entstehen, halten höchstens ein bis zwei Monate.”
Psychologin Tunzala Aslanova erklärt die doppelte Seite solcher Kontakte:
“Früher begannen Beziehungen durch direkte Begegnungen oder gemeinsame Bekannte. Heute erweitern soziale Medien die Möglichkeiten enorm – sogar international. Für schüchterne Menschen ist das ein Vorteil. Aber wichtig ist, dass der Kontakt irgendwann offline wird.”
Sie warnt:
“Im Netz stellen sich viele geschönt dar. Das führt zu überhöhten Erwartungen und späteren Enttäuschungen. Studien zeigen, dass Paare mit längerer Kennenlernphase und engem Kontakt zwischen Familien stabilere Ehen führen.”
Soziologe Uzeyir Shafiev betont:
“Online-Beziehungen können ernst werden, doch die Scheiterquote ist höher. Illusionen und Zeitverlust sind die größten Risiken. In persönlichen Begegnungen verraten Körpersprache und Emotionen viel mehr. Deshalb muss man möglichst früh in die Realität wechseln.”
