Aserbaidschan hat seinen ersten lokal montierten Elektrobus vorgestellt und damit einen Meilenstein im Bestreben des Landes nach umweltfreundlicherem Verkehr und industrieller Innovation gesetzt.
Der 12 Meter lange Bus, der bis zu 82 Fahrgäste befördern und mit einer einzigen Ladung 350 Kilometer zurücklegen kann, wurde im Azerbaijan Energy Automotive Factory im Industriepark Sumgayit montiert. Das Projekt wurde von BakuBus LLC in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller BYD durchgeführt. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wurde das Fahrzeug im Semi Knocked Down (SKD)-Verfahren der Großmontage produziert. Offizielle betonten, dass das Projekt nicht nur die industrielle Kapazität Aserbaidschans stärkt, sondern auch den Technologietransfer, die Entwicklung der Arbeitskräfte und die umfassendere Regierungsagenda für „grüne Energie und Verkehr“ unterstützt.
An der Enthüllung nahmen der stellvertretende Wirtschaftsminister Samed Bashirli, der chinesische Botschafter in Aserbaidschan Lu Mei, BYD-CEO Tian Chunlong und der BakuBus-Direktor Shahin Hasanov teil.
Das Werk, das durch eine gemeinsame Initiative des Azerbaijan Business Development Fund unter dem Wirtschaftsministerium, der SARDA Group und BYD gegründet wurde, plant, die Produktion in Zukunft auszuweiten. Neben Stadtbussen sollen künftige Modelle unterschiedliche Passagierkapazitäten sowie Elektro-Lkw, Nutzfahrzeuge und Pkw umfassen.
Beamte hoben das Projekt als ein erfolgreiches Beispiel für die aserbaidschanisch-chinesische Zusammenarbeit hervor und als einen bedeutenden Schritt zur Verringerung der städtischen Emissionen und zur Modernisierung des Transportsektors des Landes.
