Die Zentralbank Aserbaidschans (CBA) hat das Institut der Islamischen Entwicklungsbank (IsDBI) um technische Unterstützung bei der Umsetzung des Projekts „Islamic Finance Grant for Developing the Regulatory Framework for Capital Market Development in Azerbaijan“ gebeten.
Nach Angaben der Islamischen Entwicklungsbank (IsDB) zielt die Initiative darauf ab, ein günstiges Umfeld für die Einführung islamischer Finanzinstrumente, insbesondere Sukuk, in Aserbaidschan zu schaffen.
Das Projekt soll eine solide rechtliche und regulatorische Grundlage für die Emission von Sukuk und anderen islamischen Finanzinstrumenten schaffen, die Fähigkeiten nationaler Institutionen im Risikomanagement stärken und ein System zur Überwachung und Bewertung der Entwicklung islamischer Finanzdienstleistungen etablieren.
Laut Dokument ebnet eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts den Weg für die erste Sukuk-Emission in Aserbaidschan – ein bedeutender Schritt zur Diversifizierung des Finanzsektors.
„Das Hauptziel ist die Entwicklung eines modernen und nachhaltigen Sukuk-Sektors, der die Regierungsinitiativen wirksam unterstützen kann. Die Mobilisierung von Ressourcen, die Ausweitung der finanziellen Inklusion und die Schaffung neuer Arbeitsplätze werden zur sozioökonomischen Entwicklung beitragen. Als islamkonformes Anlageinstrument zieht Sukuk ein breites Spektrum von Investoren an, fördert Kapitalbewegungen und unterstützt die Finanzierung kritischer Infrastruktur. Um diese Vision zu verwirklichen, muss zunächst eine solide Grundlage geschaffen werden – ein wirksames rechtliches, regulatorisches und aufsichtsrechtliches Umfeld, das Transparenz und verantwortungsvolle Emissionen gewährleistet“, heißt es in der Mitteilung der Bank.
Derzeit wählt das IsDBI qualifizierte Beratungsunternehmen für die Projektdurchführung aus.
Der Berater wird den bestehenden aserbaidschanischen Kapitalmarkt analysieren, um dessen Bereitschaft für islamische Finanzinstrumente zu bewerten. Dazu gehört eine Vergleichsstudie erfolgreicher islamischer Kapitalmärkte in Malaysia, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kasachstan, der Türkei und Saudi-Arabien.
Die Arbeit soll im November 2025 beginnen und maximal 15 Monate dauern.
