In Aserbaidschans Aquakultursektor sind Bedenken aufgekommen, nachdem Berichte bekannt wurden, dass verfestigte Hühnerabfälle in einigen Teichen als Fischfutter verwendet werden – was ernsthafte Fragen zur Lebensmittelsicherheit und Umwelt aufwirft.
Die Behauptung wurde von Eyyub Huseynov, dem Vorsitzenden der Aserbaidschanischen Freien Verbraucherunion, in einem Interview mit KhazarTV geäußert.
Laut Huseynov verwenden einige Fischzüchter gehärtete Geflügelabfälle, da diese „mit der Zeit Würmer entwickeln“, die dann von den Fischen gefressen werden – eine Praxis, die zwar eine gewisse „biologische Logik“ habe, jedoch erhebliche Gesundheitsrisiken berge.
„Ja, in diesen Abfällen bilden sich auf natürliche Weise Würmer, und die Fische ernähren sich davon“, sagte Huseynov. „Diese Fütterungsmethode kann jedoch die Fische kontaminieren und dadurch die Gesundheit der Verbraucher gefährden. Derzeit liegt uns nur ein bestätigter Bericht eines Fischzüchters vor, daher ist es zu früh, um von einem weit verbreiteten Problem zu sprechen.“
KhazarTV erhielt zudem eine Bestätigung von einem Fischzüchter in Neftchala, der anonym bleiben wollte und keine weiteren Angaben machte.
Als Reaktion betonte das Zentrum für Fischerei und Aquakultur des Landwirtschaftsministeriums, dass das Einleiten unbehandelter Abfälle – ob häuslich, industriell oder biologisch – in Gewässer nach aserbaidschanischem Recht streng verboten ist.
„Dieses Verbot gilt für alle Reservoirs, unabhängig davon, ob sie für die kommerzielle Fischzucht genutzt werden oder nicht“, erklärte die Pressestelle des Ministeriums. „Wenn solche Verstöße festgestellt werden, sollten Bürger sich sofort an die Aserbaidschanische Lebensmittelsicherheitsagentur (AFSA) wenden, anstatt das Produkt selbst zu vernichten.“
Das Ministerium fügte hinzu, dass jeder gemeldete Fall eine gründliche Untersuchung auslösen werde und die Täter gemäß den nationalen Vorschriften bestraft würden.
