Ein wachsender Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (FMD) hat Landwirte in ganz Aserbaidschan alarmiert, da sich das Virus rasch unter Rindern und Schafen verbreitet.
Wie Oxu.az berichtet, zeigen Diskussionen in sozialen Netzwerken in den letzten Tagen zunehmende Besorgnis, dass die Krankheit in mehreren ländlichen Regionen „wütet“.
„Die Tiere sind seit Wochen infiziert und können kaum fressen. Die örtlichen Veterinärämter scheinen das Problem nicht ernst zu nehmen, und niemand erklärt, was zu tun ist“, schrieb ein Landwirt online.
Auf eine Medienanfrage bestätigte die Agrarische Dienstleistungsagentur des Landwirtschaftsministeriums, dass FMD eine hoch ansteckende Viruserkrankung ist, die Paarhufer – vor allem Rinder, Schafe und Ziegen – befällt.
Das Virus verursacht schmerzhafte Blasen im Maul, an den Eutern und zwischen den Klauen, was zu hohem Fieber, Appetitverlust sowie einem starken Rückgang der Milch- und Fleischproduktion führt.
„Die Infektion erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder durch kontaminiertes Futter, Wasser, Geräte und Kleidung“, erklärte die Agentur. „Das Virus kann im Boden und in Dung wochenlang aktiv bleiben und sich über die Luft, sogar über Grenzen und das Meer hinweg, mit dem Wind verbreiten.“
Beamte fügten hinzu, dass Aserbaidschan – wie viele Länder – FMD als endemische und grenzüberschreitende Krankheit behandelt. Importierte Tiere, insbesondere aus Ländern ohne geeignete Impfprogramme, könnten den Erreger ebenfalls einschleppen.
Die Agentur forderte alle Landwirte und Viehhalter auf, verdächtige Symptome – etwa Blasen im Maul, an der Zunge, an den Eutern oder zwischen den Klauen – unverzüglich den örtlichen Veterinärdiensten oder den Regionalbüros der Lebensmittelsicherheitsagentur (AQTA) zu melden.
„Bis zum Eintreffen der Veterinärteams können Landwirte die betroffenen Bereiche mit normalem Natron (Natriumbicarbonat) desinfizieren – eine international empfohlene Methode“, hieß es weiter. „Eine vollständige veterinärmedizinische Behandlung und symptomatische Therapie müssen jedoch folgen.“
Die Behörden betonten, dass präventive Impfkampagnen im Rahmen des nationalen epizootischen Plans zweimal jährlich in allen Regionen durchgeführt werden.
„Veterinärspezialisten reagieren auf jeden Anruf und leisten vor Ort Unterstützung. Wir fordern alle Landwirte auf, sicherzustellen, dass ihre Tiere geimpft sind, und vollständig mit den Veterinärbehörden zusammenzuarbeiten“, teilte die Agentur mit.
