Aserbaidschan behält in Bezug auf die Staatsverschuldung eine stabile und solide Position bei.
Wie das Nachrichtenportal Report meldet, erklärte dies Aser Mursagulow, Direktor der Agentur für das Management der Staatsschulden und finanziellen Verpflichtungen beim Finanzministerium Aserbaidschans, während der Eröffnungszeremonie der Deutsch-Aserbaidschanischen Konferenz für Exportfinanzierung 2025.
Laut Mursagulow stehen viele Länder derzeit aufgrund hoher Schuldenstände vor erheblichen fiskalischen Problemen, die ernsthafte Risiken für die makroökonomische Stabilität darstellen und das Wachstumspotenzial einschränken.
„Allein im vergangenen Jahr erreichte und überschritt die weltweite Staatsverschuldung 100 Billionen US-Dollar, was etwa 90 % des globalen BIP entspricht. Trotz einer Tendenz sinkender Zinssätze bleiben diese auf hohem Niveau, was die Kosten für die Schuldentilgung erhöht und die Möglichkeiten der Länder einschränkt, Mittel für Sozialprogramme oder Investitionen in kritische produktive Infrastruktur bereitzustellen.
Aserbaidschan zeigt in dieser Hinsicht eine stabile Haltung. Im dritten Quartal 2025 beträgt die Gesamtverschuldung rund 19,6 % des BIP – ein sehr niedriger Wert nach internationalen Maßstäben. Davon entfallen 33 % auf Auslandsschulden und 67 % auf Inlandsschulden. Dieses Ergebnis ist das Resultat eines strategischen Ansatzes, der 2018 mit der Annahme der ersten nationalen Strategie zur Schuldenverwaltung begonnen wurde“, erklärte Mursagulow.
