Am 8. und 9. Oktober wird der Meteorschauer der Drakoniden aktiv sein.
Nach Angaben des Lehrstuhls für Astrophysik der Physikalischen Fakultät der Staatlichen Universität Baku stammt dieser Strom vom Kometen 21P/Giacobini–Zinner.
Der Komet wurde 1900 vom französischen Astronomen Michel Giacobini entdeckt und 1913 erneut vom deutschen Astronomen Ernst Zinner beobachtet. Er umrundet die Sonne alle 6,6 Jahre. Bei jedem Vorbeiflug hinterlässt er eine Spur aus Staub und Gas, die die Erdumlaufbahn kreuzt und so den Meteorschauer verursacht.
Die Drakoniden unterscheiden sich von anderen Meteorschauern durch ihre langsame Bewegung und die hellen, lang anhaltenden Lichtspuren. Normalerweise sind sie wenig aktiv — etwa fünf Meteore pro Stunde —, mit einer Geschwindigkeit von rund 20 km/s. In manchen Jahren, etwa 1926, 1933, 1946 und 2011, kam es zu spektakulären „Ausbrüchen“ mit Tausenden Meteoren pro Stunde.
In diesem Jahr wird der Höhepunkt der Drakoniden am Abend des 8. bis 9. Oktober erwartet, besonders zwischen 19:30 und 23:00 Uhr.
