Donald Trumps Wahlkampfteam arbeitet daran, die Abraham-Abkommen zu erweitern und Aserbaidschan sowie mehrere zentralasiatische Staaten in den Normalisierungsrahmen mit Israel einzubinden, berichtet The Times of Israel unter Berufung auf fünf gut informierte Quellen.
Sollte die Initiative gelingen, wäre das ein symbolischer und strategischer Wendepunkt in der US-Außenpolitik in Eurasien. Die Abraham-Abkommen, ursprünglich 2020–2021 während Trumps erster Amtszeit vermittelt, führten zur Normalisierung der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und vier mehrheitlich muslimischen Staaten.
Im Unterschied zu den ursprünglichen Unterzeichnern unterhalten Aserbaidschan und die meisten zentralasiatischen Länder bereits diplomatische Beziehungen zu Israel. Der Schritt gilt daher als vor allem symbolisch, hat jedoch große Bedeutung für künftige Zusammenarbeit in Verteidigung, Handel und Technologie.
Quellen aus Trumps Umfeld betonen, dass ein Friedensabkommen zwischen Aserbaidschan und Armenien als Voraussetzung für den formellen Beitritt Bakus zu den Abraham-Abkommen gesehen wird. Die Gespräche mit Aserbaidschan gelten als „besonders weit fortgeschritten und ernsthaft“ und könnten „in wenigen Monaten oder sogar Wochen“ abgeschlossen werden.
Das US-Außenministerium wollte nicht bestätigen, welche Länder konkret im Gespräch sind, bekräftigte jedoch: „Die Ausweitung der Abraham-Abkommen bleibt eine zentrale Priorität.“ Ein Erfolg würde Israels Stellung in der islamischen Welt stärken und Trump einen wichtigen außenpolitischen Sieg vor den US-Wahlen sichern.
