Der Kauf von Sonderangebotsprodukten in einem Supermarkt brachte einem Verbraucher eine unangenehme Überraschung. Am 2. Oktober erwarb ein Einwohner ein Huhn mit Rabatt, das sich trotz des angegebenen Verpackungsdatums als verdorben herausstellte.
Ein weiteres in sozialen Netzwerken verbreitetes Video zeigt, wie Rabattprodukte absichtlich so verpackt werden, dass das tatsächliche Herstellungsdatum nicht sichtbar ist. In einigen Fällen werden Etiketten überklebt oder das Haltbarkeitsdatum unter dem Barcode versteckt. Einwohner Bakus berichten, dass solche Fälle immer häufiger vorkommen.
„Einmal habe ich Hähnchenbrust und -keulen im Angebot gekauft – es war nicht frisch. Ein anderes Mal war das Fleisch von miserabler Qualität. Die Verkäufer behaupteten, es sei frisch, aber man sah sofort, dass es nicht stimmte“, erzählt eine Kundin.
Ein anderer Verbraucher erklärt, dass solche Verstöße häufiger in kleineren Geschäften vorkommen: „Sie kleben neue Etiketten auf abgelaufene Produkte. Kürzlich kaufte ich ein Milchprodukt, das laut Etikett noch vier Monate haltbar sein sollte, aber es war verdorben.“
Ernährungsexperte Seymur Gafarov weist darauf hin, dass manche Händler Sonderaktionen nutzen, um Produkte mit bald ablaufendem oder bereits abgelaufenem Haltbarkeitsdatum zu verkaufen – ein klarer Gesetzesverstoß.
„Unabhängig von der Absicht sind solche Handlungen eine Ordnungswidrigkeit. Besonders problematisch ist es, wenn das Produktions- oder Haltbarkeitsdatum absichtlich versteckt wird. Verbraucher sollten Etiketten und Lagerbedingungen sorgfältig prüfen.“
Der Vorsitzende der Union freier Verbraucher, Eyyub Guseinov, bestätigt, dass solche Beschwerden regelmäßig eingehen:
„Kunden kaufen vergünstigte Joghurts, die laut Datum noch haltbar sind, aber bereits Schimmel enthalten. Das zeigt Verstöße bei der Lagerung – und die Verkäufer wissen das genau.“
Laut Guseinov verdecken Preisschilder oft bewusst die Haltbarkeitsdaten. Gesetzliche Lücken in der Kennzeichnung ermöglichen es Unternehmen, wichtige Informationen zu verschweigen.
Die Aserbaidschanische Lebensmittelsicherheitsagentur (AFSA) teilt mit, dass sie alle Stufen der Lebensmittelkette überwacht. Produzierte und importierte Waren werden risikobasiert geprüft, und in Verkaufsstellen finden regelmäßige Inspektionen statt. Bei Beschwerden werden unangekündigte Kontrollen und Laboranalysen durchgeführt. Die Agentur betont, dass der Verkauf unter ungeeigneten Lagerbedingungen verboten ist und empfiehlt den Verbrauchern, Etiketten, Herkunft und Lagerung genau zu prüfen.
Verbraucher können Verstöße über die Hotline 1003 melden.
