In der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku steigen die Preise für Garagen und Parkplätze auf ein Rekordniveau. Orte, die vor wenigen Jahren noch 15.000–20.000 Manat kosteten, werden heute für 40.000–50.000 Manat angeboten — also fast so viel wie eine Einzimmerwohnung in manchen Stadtteilen.
Auch die Mietpreise ziehen deutlich an: von 50 Manat pro Monat bis zu 300 Manat in luxuriösen Wohnanlagen.
Laut Immobilienexperte Elnur Asadov ist der Hauptgrund für diesen Preisanstieg der starke Anstieg des Fahrzeugbestands in der Stadt bei gleichzeitig mangelnder Zahl an Parkplätzen in Neubauten.
„Die Preisstruktur der Parkplätze in Baku ist klar“, erklärt Asadov. „Am Stadtrand beginnen Garagenpreise bei 7.000–8.000 Manat, die Mieten bei 35–40 Manat im Monat. Doch je näher man dem Zentrum kommt, desto höher steigen die Preise. In manchen Wohnanlagen ist die Lage so angespannt, dass die Verwaltung den Zugang beschränkt und überhöhte Tarife verlangt.“
Er weist zudem auf rechtliche Unterschiede beim Kauf hin. In Aserbaidschan werden Garagen hauptsächlich von Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) und Wohnungsbaugenossenschaften (WBK) verkauft.
„Wohnungsbaugenossenschaften verwalten sämtliche Gemeinschaftsflächen – Garagen, Aufzüge, Treppenhäuser usw. – und legen die Preis- und Nutzungsregeln selbst fest.
Bei GmbHs hingegen wird alles ausschließlich im Vertrag geregelt. Deshalb sollte man beim Immobilienkauf Satzung und Vertrag sorgfältig prüfen, besonders die Klauseln über Nutzung, Vermietung und Verkauf von Garagenplätzen. Sonst bleibt die Preisgestaltung vollständig in den Händen der Eigentümergesellschaft,“ betont Asadov.
Nach seinen Beobachtungen hat sich der stärkste Preissprung in den letzten zwei Jahren vollzogen. Insgesamt sind die Garagenpreise um 25–30 % gestiegen.
